Was kommt in die Schultüte?
Ideen mit Herz (und ohne Süßigkeiten-Overload)
Die Frage „Was kommt in die Schultüte?“ hat mich ehrlich gesagt mehr beschäftigt, als ich gedacht hätte. Nicht, weil mir nichts eingefallen wäre – sondern weil ich wollte, dass die Mischung stimmt: ein bisschen süß, ein bisschen praktisch, ein bisschen besonders.
Als unsere Große 2022 eingeschult wurde, hatte sie ganz klare Vorstellungen:
Eine Schultüte mit Delfinen sollte es sein. Und – sehr wichtig – ich durfte sie nicht selbst basteln. Als Designerin musste ich kurz schlucken. Aber gut. Also habe ich mich auf die Suche gemacht und tatsächlich eine Delfin-Schultüte gefunden. Sogar eine kleine Geschwistertüte für den Stupps gab es dazu.
Unsere Schultüte – was wirklich drin war
Ich erinnere mich noch ziemlich genau, was am Ende in der Schultüte gelandet ist:
- ein paar Süßigkeiten (klar, ganz ohne geht’s nicht)
- ein Wecker (ausdrücklich gewünscht)
- eine kleine Wasserpistole in Delfinform
- Delfin Kindertattoos
- ein Pflasterset (bedruckt mit Meerestieren)
- ein kleiner Regenschirm, der in die Schultasche passt
- eine klappbare Bürste für die Sporttasche
Der Wecker verdient übrigens eine eigene Geschichte:In einem Vorlesebuch gab es eine Szene, in der mitten im Einschulungsgottesdienst in irgendeiner Schultüte plötzlich ein Wecker losklingelt. Das fand sie großartig … also musste einer her. Anfangs wurde der Wecker auch ganz gewissenhaft gestellt. Schließlich war sie jetzt Schulkind und wollte selbstständig aufstehen. Statt also einfach meine Schlummertaste zu drücken, durfte ich ab sofort also jeden Morgen erstmal ins Kinderzimmer laufen und diesen Wecker ausschalten. |
Nicht vergessen: die Geschwistertüte
Was sich bei uns total bewährt hat: eine kleine Geschwistertüte.
Natürlich steht das Schulkind an diesem Tag im Mittelpunkt. Und das ist auch genau richtig so. Aber eine kleine Aufmerksamkeit für Geschwister kann helfen, Neid gar nicht erst entstehen zu lassen.
Beim ersten Mal war der Stupps noch der kleine Bruder mit eigener Mini-Schultüte. Drei Jahre später war es dann umgekehrt und auch die Große hat sich riesig über ihre kleine Aufmerksamkeit gefreut.
So wächst ganz nebenbei auch die Vorfreude auf die eigene Einschulung. Und das Gefühl: Ich werde gesehen. Auch heute.
Was wirklich in eine gute Schultüte gehört
Nach zwei Einschulungen (2022 bei der Großen, 2025 beim Stupps – diesmal übrigens mit Skateboard-Motto und selbst gebastelter Tüte) würde ich sagen:
Eine gute Schultüte ist eine Mischung aus drei Dingen:
1. Ein bisschen Freude (ja, auch Süßigkeiten)
Süßigkeiten gehören für viele Kinder einfach dazu. Aber: Es braucht keine riesigen Mengen. Lieber bewusst auswählen: vielleicht Lieblingssachen oder etwas Besonderes.
2. Nützliche Kleinigkeiten für den Schulalltag
Dinge, die wirklich gebraucht werden, sind Gold wert:
- Farbkasten, Stifte und Co. (Ja, die Kinder sind stolz auf ihre Schulkind-Ausrüstung. Da kann das ein oder andere, was ohnehin auf der Einkaufsliste der Schule steht durchaus Freude bereiten.)
- Pflaster für die Schultasche
- ein kleiner Regenschirm
- Haarbürste für die Sporttasche, Duschgel für die Schwimmtasche
- Reflektoren oder Anhänger für den Schulweg
In unserem Einschulungssortiment findest du zum Beispiel Reflektor-Sticker – praktisch und gleichzeitig ein schönes Extra für die Schultüte.
3. Persönliche & bleibende Erinnerungen
Das sind die Dinge, die bleiben – auch lange nach dem ersten Schultag:
- kleine Botschaften
- eine Karte mit lieben Worten
- Bücher oder Erinnerungsstücke
Besonders am Herzen liegt mir hier unser Einschulungsalbum „Mein erster Schultag“, das ich damals zur Einschulung des Stupps entwickelt habe, weil uns das Album unserer Großen einfach zu stereotyp und austauschbar war.
Kleine Ideen mit großer Wirkung
Wenn du gerade eine Schultüte packst, hier ein paar einfache, bewährte Ideen:
- Postkarten mit persönlichen Worten
- kleine Spielzeuge passend zu den Interessen des Kindes
- Sticker oder Tattoos
- ein kleines Buch oder Mitmachheft
- praktische Dinge in „schön“
Am Ende zählt nicht die perfekte Mischung
Wenn ich heute auf unsere beiden Einschulungen zurückblicke, erinnere ich mich nicht daran, ob „alles perfekt“ war.
Ich erinnere mich an eine Delfin-Schultüte.
An einen Wecker, der viel zu früh geklingelt hat.
Und an zwei Kinder, die an diesem Tag ein großes Stück gewachsen sind.
Die beste Schultüte ist also nicht die vollste –
sondern die, die zum Kind passt.
In diesem Sinne... wünsche ich euch eine schöne Einschulung!
Katja vom HerzSeiten Team


